{ KAMPFKÜNSTE}
(Selbstschutz ohne Waffen)
Sambo ist eine der faszinierendsten synthetischen Kampfsportarten des 20. Jahrhunderts. Die Fähigkeit, brilliante Teams in Wissenschaft und Forschung zusammenzustellen, war eine der Vorzüge der sozialistischen UDSSR. Über solche Teams ist das heutige Sambo unter Zusammentragung wirksamer Techniken verschiedenster Kempo-Traditionen entstanden. 1923 wurde der Verein Dynamo Moskau gegründet mit dem Ziel, die sowjetische Jugend zu Arbeits- und Verteidigungszwecken zu erziehen. Eine Gruppe machte es sich zur Aufgabe, die traditionellen Kampfformen Rußlands zu studieren, um aus deren Synthese eine neue Kampfkunst zu entwickeln. Den verbreiteten Ring- und (weniger) Faustkampfvarianten wurden Griffe und Hebel asiatischer Kampfkünste angegliedert. Für militärische Zwecke kamen ferner Nahkampftechniken hinzu, mit denen z.B. geräuschloses Töten oder Kämpfen in engen Zellen und Räumen erlernt werden konnte.
Der Name Sambo entstand 1946 als Abkürzung der russischen Umschreibung SAMosaschtschita Bes Orushia - Selbstschutz ohne Waffen. Es kristallisierten sich drei Hauptformen heraus: der sportliche Ringkampf Borba Sambo, der das Wettkampf-Judo stark beeinflußte; der militärische Nahkampf Bojewoje Sambo; das Selbstverteidigungs-Sambo. Sportliches Sambo wurde erst 1966 international anerkannt, zuvor versuchten russische Spitzensportler über Judo Erfolge außerhalb Russlands zu erzielen. Diese waren beträchtlich und beeinflußten das Judo nachhaltig.
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